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17.05.2010 Sponsorenabend des Bobteams Ivo Rüegg im Hotel Seedamm Plaza

„Es gibt noch einiges zu klären“

Eing. Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass Ivo Rüegg und sein Team zum Sponsorenabend im Hotel Seedamm-Plaza in Pfäffikon einladen. Gleichzeitig war dieses Treffen immer auch ein Startsignal für den nächsten Winter. Ob das vom Sponsorenabend 2010 auch gilt, liess der Weltmeister offen.

„Es ist ein gemütlicher Abend zum Saisonabschluss“, begrüsste Ivo Rüegg die rund 50 Sponsoren, Familie, Freunde, Teammitglieder, Vertreter des Bobclub Zürichsee, Helfer, Trainer und Medien im Hotel Seedamm-Plaza zum gediegenen Essen. Friedrich Visch alias Linaz bot dazu seine Show. Er begeisterte mit Akrobatik, Wortwitz, Zauberei und Komik. Linaz bewies, dass Zeitungspapier, Ballons, ein Seil und eine Rolle Klebband genügen für eine atemberaubend originelle und unterhaltsame Vorstellung.

7, 4, 20, 3:46,68, 40:37,47 – diese Zahlen stehen mathematisch für die Saison 2009/2010. Ivo Rüegg klärte auf: 7 Monate Vorbereitung, 4 Monate Wettkämpfe, 3 Minuten, 46 Sekunden und 68 Hundertstel dauerten alle Bobstarts des Teams zusammengerechnet, alle Läufe addiert dauerten weniger als eine Dreiviertelstunde. „Bobfahrer sind doch nicht normal, so viel Aufwand zu betreiben für so wenig Zeit bei der Entscheidung“, lachte er. „Aber das zeigt auch, wie wichtig eure Unterstützung ist“, bezog er alle Anwesenden ins Team ein.

Erfolgreichstes Weltcupjahr

Die zusammengestellte Bilderschau zeigte die vielen Erfolge des letzten Winters auf. „Wir waren noch nie so erfolgreich im Weltcup wie in dieser Saison“, zählte Rüegg den Gesamtweltcup-Sieg im Zweierbob, 6. im Viererbob und 2. Rang in der Kombiwertung auf. Dazu kommen EM-Silber im Viererbob und natürlich SM-Gold im Viererbob und Klubmeisterschaft sowie Schweizer-Vizemeister im Zweierbob.
Das Tüpfelchen auf dem „i“ stellte sich leider nicht ein. Die erhoffte Olympiamedaille wurde knapp verpasst. „Wir haben bis zum letzten Meter gekämpft“, sagte Ivo Rüegg. Am Material habe es nicht gelegen, im Viererbob erreichte er im untersten Abschnitt  die besten Zeiten. „Aber der Mittelteil war für mich wie verhext“, weiss er, wo die Medaille liegengeblieben ist. „Die Enttäuschung war am Anfang gross, aber wir haben alles gegeben, es hat einfach nicht gereicht“, erzählt der Bobpilot vom versöhnlichen Olympia-Ende. Ivo Rüegg ist mit sich im Reinen, keine Wunden bleiben zurück. „Wir freuen uns an dem, was wir erreicht haben“, und dankte allen, die zu den grossen Erfolgen dieses Winters beigetragen haben.

Eine offen Frage bis zuletzt

BCZS-Präsident Reto Götschi doppelte nach: „Ivo und sein Team dürfen stolz sein auf diese Saison, wir vom Bob-Club Zürichsee sind es auch“. Der Verein setzt weiterhin alles daran, Spitzenleistungen zu ermöglichen. „Egal, wie es mit Ivo Rüegg weitergehe, wir und unser Klub stehen hinter euch“, sagte Götschi.
Genau diese Frage blieb bis zum Ende dieses wunderbaren Abends unbeantwortet. Ivo Rüegg hielt das Schlusswort ohne die Zukunft zu verraten. „Ich weiss es selber noch nicht, ob wir weitermachen, es gibt noch einiges zu klären.“



 

Siegesfahrt des Bobteams Ivo Rüegg

 
Stolz präsentiert sich das Bobteam Ivo Rüegg mit den Siegestrophäen

 

Linaz bot eine unterhaltsame Show

 
Von links: Patrick Blöchliger, Roman Handschin, Cédric Grand und Ivo Rüegg freuen sich über einen weiter Podestplatz